Forderungskatalog
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Letzter Stand der Forderungen:
1) Bildung statt Ausbildung
Bildung für eine mündige Gesellschaft und nicht bloße Ausbildung nach wirschaftlicher
Verwertbarkeit! Unser Ziel ist die Möglichkeit eines freien, selbstbestimmten Studiums für Alle! Wir
wollen keine Verschulung der Studienpläne! Daher fordern wir eine grundlegende Überarbeitung des
BA/MA Systems.
Wir fordern:
• Schluss mit den STEPs als versteckten Zugangsbeschränkungen. Die STEP als eine tatsächliche
Orientierungsphase statt als Selektionsinstrument durch Knock-Out Prüfungen.
• Freie Gestaltung des Studiums – Schluss mit der unnötigen Verzögerung durch
Voraussetzungsketten
• Freie Wahlfächer statt Erweiterungscurricula
• Weg mit den intransparenten Anmeldesystemen
• Freie Master und PhD Zugänge
• Gewährleistung der Beendigung des begonnenen Studienplans (zB Diplom). Dazu bedarf es
eines entsprechenden Lehrangebots und fixer Äquivalenzlisten sowie der bestehenden
Übergangsfristen.
• Aufrechterhaltung der noch bestehenden Diplomstudiengänge
• Gewährleistung der Anrechenbarkeit von LVs und Abschlüssen im In- und Ausland
2) Freier Hochschulzugang
Freie Studienplätze für Alle und Abschaffung der Studiengebühren, auch für nicht-EU-BürgerInnen
und Langzeitstudierende. Die Sicherstellung eines angemessenen Lehrangebots und die Qualität der
Lehre darf nicht durch Zugangsbeschränkungen erwirkt werden. Freier Hochschulzugang und
qualitativ hochwertige Lehre sind kein Widerspruch! Es gibt nicht zu viele Studierende sondern nur zu
wenige Studienplätze!
3) Demokratisierung der Universitäten
Unser Ziel ist die demokratische Organisation der Universitäten. Dazu gehört eine Demokratisierung
der Verwaltung in einer Form, die ProfessorInnen, Studierende, das wissenschaftliche und das nicht
wissenschaftliche Personal gleichberechtigt an der Entscheidungsbildung beteiligt.
Wir fordern:
• Neuverteilung der Stimmrechte im Senat mit dem Ziel einer echten Demokratisierung zum
Beispiel nach dem Prinzip der Viertel-Parität
• Keine Studienplanänderungen ohne Mitbestimmung der Studierenden
• Einführung demokratischer Entscheidungsstrukturen auf allen Ebenen
• Transparente Entscheidungsfindungsprozesse müssen auf allen Ebenen etabliert werden
• Anti-Diskriminierung als Grundkonsens in allen universitären Bereichen
• Ersatzlose Abschaffung des Universitätsrates
• Auflösung des Top-Down Prinzips
• Rücknahme der ÖH Wahlrechtsreform 2004 – Wiedereinführung des Direktwahlmodus bei ÖH
Wahlen
• Studentische Räume müssen geschützt werden
4) Ausfinanzierung der Universitäten
• Transparenz bei der Finanzierung von Forschung und Lehre
• Mitbestimmung bei der Mittelverwendung an Universitäten
• Abschaffung aller noch bestehenden Studiengebühren, auch für nicht-EU-BürgerInnen und
Langzeitstudierende
• Finanzielle Absicherung der Studierenden
• Wiedereinführung der StudentInnenfreifahrt
• Aufhebund aller finanziellen Zugangsbarrieren im Bildungsbereich
5) Das Behindertengleichstellungsgesetz muss an allen österreichischen Universitäten umgesetzt
werden, um ein barrierefreies Studieren zu ermöglichen.
6) Beendigung der prekären Dienstverhältnisse an den Universitäten
7) 50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals


